Veranstaltungen mit Gebärdensprachdolmetschern im Literaturhaus Frankfurt

Das Literaturhaus Frankfurt bietet noch zwei Veranstaltungen, die von Gebärdensprachdolmetschern begleitet werden. 

 

Dienstag 13.06.17 / 19.30 h / Eintritt 5 / 3 Euro / Karten unter www.literaturhaus-frankfurt.de

Frankfurt, deine Geschichte – Literatur in Einfacher Sprache

Mit Mirko Bonné und Olga Grjasnowa

                                                   Mit Gebärdensprachdolmetschern

 

Aufbruch in eine andere Zeitschreibung

Für „Frankfurt, deine Geschichte“ schreiben sechs namhafte Autoren Geschichten zu Ereignissen, Orten oder Museumsstücken aus der Frankfurter Geschichte. Damit werden Erzählweisen zugänglich, die sonst zu vielen verschlossen bleiben. Einfache Sprache als Kunstform! Die sechs Autoren im Neuland sind Henning Ahrens, Mirko Bonné, Nora Bossong, Olga Grjasnowa, Kristof Magnusson und Alissa Walser. Sie haben ein Regelwerk erarbeitet. Es ist der Versuch einer Pioniertat für alle. Für alle Interessierten an Geschichten und Geschichte. Und für alle, die die deutsche Sprache gerade erst lernen, weil sie zu uns gekommen sind. Und für alle, die an die Vielseitigkeit der deutschen Sprache glauben. Für solche mit Lernschwierigkeiten oder einem anderen Sprachniveau. Und für solche mit Aufmerksamkeitsstörungen oder körperlichen Beeinträchtigungen. Am zweiten Abend dieser Reihe lesen die Autoren Olga Grjasnowa und Mirko Bonné. Sie schreibt über das Kofferradio eines Gastarbeiters. Er nimmt das Puppenhaus der Gontards zum Anlass. Die Veranstaltung wird von Gebärdensprachdolmetschern begleitet.

 

Die Autorinnen und Autoren Henning Ahrens, Mirko Bonné, Nora Bossong, Olga Grjasnowa, Kristof Magnusson und Alissa Walser geben sich für „Frankfurt, deine Geschichte“ folgende Regeln:

1. Unsere Texte beziehen sich auf Ereignisse, Orte, Personen oder Gegenstände aus der Frankfurter Geschichte.

2. In den Texten können wir auch erfinden.

3. Wir schreiben Texte von 20 Minuten Vorleselänge.

4. Wir benutzen einfache Wörter.

5. Wir schreiben einfache Sätze.

6. Wenn wir Sprachbilder verwenden, erläutern wir diese.

7. Wir vermeiden Zeitsprünge.

8. Wir erzählen aus nur einer Perspektive.

9. Wir gliedern unser Textbild anschaulich.

10. Möglichst wenige Hauptwörter!

11. Möglichst viele Verben!

 

Ein Projekt des Literaturhauses Frankfurt in Kooperation mit dem Historischen Museum Frankfurt und der Stabsstelle Inklusion Frankfurt. Gefördert vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, in Partnerschaft mit dem Netzwerk Inklusion Frankfurt.

 

 

Mittwoch 28.06.17 / 19.30 h / Eintritt 7 / 4 Euro / Karten unter www.literaturhaus-frankfurt.de

Schöne Aussichten – Das Frankfurter Literaturgespräch XXXV

Mit Saša Stanišić, Mara Delius, Alf Mentzer und Hubert Spiegel

Mit Gebärdensprachdolmetschern

 

Literarisches Quartett ohne Quotendruck und Fernbedienung. Vier Kritiker diskutieren über neue Romane.

Hier sitzt das Publikum mittendrin. In der 35. Ausgabe der „Schönen Aussichten“ streiten und schlichten der hr2-Literaturredakteur Alf Mentzer, die Kritikerin Mara Delius (Literarische Welt) sowie der Literaturkritiker Hubert Spiegel (F.A.Z.) mit dem Gastkritiker Saša Stanišić. Der übersiedelte als Vierzehnjähriger während des Bosnienkrieges nach Deutschland, den er in seinem Debütroman „Wie der Soldat das Grammofon repariert“ thematisierte. Für seine Romane und Erzählungen wurde er bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet, etwa dem Preis der Leipziger Buchmesse 2014. Zuletzt veröffentlichte Stanišić den Erzählband „Fallensteller“, erhältlich im Luchterhand Verlag. Dem legendären Haltbarkeitstest wird „Herztier“ von Herta Müller unterzogen. Die weiteren Titel des Abends erfahren Sie ab Anfang Juni unter www.literaturhaus-frankfurt.de.

 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit hr2-kultur. Sendetermin am 02.07. um 12.04 Uhr.

 

Die Diskussion wird, gefördert durch die Aktion Mensch, von Gebärdensprachdolmetschern übersetzt.

 

Quelle: Literaturhaus Frankfurt